Einsatz Gefahrstoffzug
Bericht:
Stundenlang herrschte Chaos auf den Straßen rund um Waldshut-Tiengen. Grund hierfür war ein defekter Gefahrgut-LKW, der auf der B34 ab Höhe Dogern einen Teil seiner Ladung über ein beschädigtes Ventil verloren hatte. Dem Fahrer fiel der Defekt erst an der Kreuzung B34/B500 auf, woraufhin er sein Fahrzeug umgehend stoppte. Er versuchte zunächst, das defekte Ventil provisorisch zu schließen und dichtete es mit einem Lappen ab. Dabei kam er mit der auslaufenden Flüssigkeit in Kontakt und wurde anschließend zur Erstversorgung und weiteren Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Aufgrund der Lage wurde der Gefahrstoffzug des Landkreises Waldshut, welcher von der Feuerwehr Waldshut-Tiengen betrieben wird, alarmiert. Die Einsatzkräfte sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab, fingen den auslaufenden Stoff auf und verhinderten ein Eindringen in die Kanalisation, um die Umwelt zu schützen.
Nach entsprechender Recherche anhand der Gefahrgutkennzeichnung konnte der Stoff als Polydimethylsiloxan identifiziert werden. Dieser wird unter anderem in der Medizin, beispielsweise bei Magen-Darm-Mitteln oder zur Behandlung von Läusen, eingesetzt. Der Stoff wirkt zwar vergleichsweise träge, gilt jedoch als entzündbare und gesundheitsschädliche Flüssigkeit mit einem Flammpunkt von unter 23 Grad Celsius.
Der Brandschutz wurde während des gesamten Einsatzes sichergestellt. Das defekte Ventil konnte durch die Einsatzkräfte mithilfe eines Holzkeils vorübergehend verschlossen werden. Im weiteren Verlauf warteten die Einsatzkräfte auf ein Ersatzfahrzeug der betroffenen Firma, welches aus Freiburg an die Einsatzstelle anrückte.
Während des gesamten Einsatzes kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich der B34 sowie auf umliegenden Straßen.
Eingesetzte Fahrzeuge:

